From the magazine SZS 4/2019 | p. 239-241 The following page is 239

Nr. 50 Bundesgericht, I. sozialrechtliche Abteilung, Urteil 8C_440/2017 vom = BGE 144 V 153 (d)

Art. 61 lit. d ATSG.
Reformatio in peius im kantonalen Beschwerdeverfahren.

Zusammenfassung

Art. 61 lit. d ATSG setzt nicht voraus, dass ein kantonales Sozialversicherungsgericht einen angefochtenen Entscheid nur dann zuungunsten des Versicherten abändern darf (reformatio in peius), wenn diese zweifellos unrichtig und die Korrektur von erheblicher Bedeutung ist.

Résumé

L’art. 61 let. d LPGA ne signifie pas qu’un tribunal cantonal des assurances ne peut procéder à une reformatio in pejus d’une décision attaquée que si celle-ci est sans nul doute erronée et que sa correction revêt une importance notable.

Sachverhalt

Dem Versicherten wurde rückwirkend vom 1. Oktober 2012 bis 31. März 2014 eine befristete Rente zugesprochen und ein darüber hinausgehender Rentenanspruch verneint, wogegen dieser Beschwerde erhob. Das kantonale Versicherungsgericht drohte dem Versicherten eine Schlechterstellung (reformatio in peius) an und räumte ihm die Möglichkeit zum Beschwerderückzug ein, wovon der…

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