From the magazine SZS 6/2019 | p. 360-364 The following page is 360

Nr. 67 Bundesgericht, II. sozialrechtliche Abteilung, Urteil 9C_28/2018 vom 21. Dezember 2018 (d)

Art. 11 Abs. 1 lit. b und c ELG.
Vermögensverlust aufgrund eines Betrugs

Zusammenfassung

Ein Vermögensverlust, der aus der Überweisung von Geld auf das Konto eines kriminellen Onlinebrokers resultiert, kann als Verzicht gewertet werden.

Résumé

Une diminution de fortune qui résulte d’un virement d’argent sur le compte d’un courtier en ligne criminel peut être considérée comme un dessaisissement.

Sachverhalt

Die EL-Ansprecherin hatte in der Börsenkrise des Jahres 2008 den grössten Teil ihres Vermögens verloren. Im Dezember 2015 registrierte sie sich bei einem Onlinebroker, um mit sogenannten binären Optionen auf Börsenkurse zu wetten. Gemäss ihren eigenen Angaben überwies sie zunächst 250 Euro auf ihr Onlinehandelskonto. Dann tätigte sie mehrere Optionsgeschäfte über 25 Euro. In der Folge blieben die eingesetzten Summen unter 500 Euro. Da alle Vorgänge korrekt verbucht worden waren, da eine andere Kundin des betreffenden Onlinebrokers der EL-Ansprecherin angegeben hatte, sie…

[…]
Abonnez-vous à la Newsletter SZS pour rester informé.