From the magazine SZS 4/2019 | p. 224-226 The following page is 224

Nr. 39 Bundesgericht, II. sozialrechtliche Abteilung, Urteil 9C_333/2017 vom (d)

Art. 331c OR; Art. 4 und 6 VVG.
Kündigungsrecht bei Anzeigepflichtverletzung

Zusammenfassung

Rückwirkende Gesundheitsvorbehalte sind in der weitergehenden beruflichen Vorsorge unzulässig, selbst wenn die versicherte Person bei der Aufnahme in die Vorsorgeeinrichtung unrichtige Angaben zu ihrem Gesundheitszustand gemacht hat und die Vorsorgeeinrichtung nachträglich Kenntnis von dieser Anzeigepflichtverletzung erlangt.

Résumé

Les réserves pour raisons de santé rétroactives ne sont pas admissibles dans le cadre de la prévoyance professionnelle surobligatoire, même si l’assuré a donné des renseignements incorrects au sujet de son état de santé lors de son admission dans l’institution de prévoyance et que celle-ci a eu connaissance ultérieurement de cette réticence.

Sachverhalt

Der Versicherte war zwischen 2001 und 2008 im Rahmen verschiedener Erwerbstätigkeiten bei unterschiedlichen Vorsorgeeinrichtungen berufsvorsorgeversichert, insbesondere ab Januar 2006 bis März 2008 bei…

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